Samstag, 12. August 2017

Christian von Ditfurth "Zwei Sekunden"

Abbildung: Penguin

Christian von Ditfurth "Zwei Sekunden", Carl's Books, 464 Seiten, 14,99 EUR, ISBN 978-3-570-58567-2   Terroranschlag beim Staatsbesuch in Berlin. Nur um zwei Sekunden verpasst die Bombe die deutsche Bundeskanzlerin und den russischen Präsidenten. Die Russen behaupten, dass tschetschenische Terroristen hinter dem Anschlag stecken – doch eine Bekennerbotschaft gibt es nicht. Verfassungsschutz, Bundeskriminalamt und Berliner Polizei tappen im Dunkeln. Öffentlichkeit und Politik fordern Ergebnisse. Der Druck wächst. Widerwillig akzeptiert das BKA, dass Hauptkommissar Eugen de Bodt eigene Ermittlungen anstellt. Vor allem in höheren Polizeikreisen ist de Bodt unbeliebt bis verhasst. Doch will sich niemand nachsagen lassen, nicht alles unternommen zu haben. De Bodt und seine Mitarbeiter suchen verzweifelt eine Spur zu den Tätern. Aber erst, als er alle Gewissheiten in Frage stellt, bekommt de Bodt eine Idee, wer die Drahtzieher sein könnten. Doch um sie zu entlarven, muss er mehr einsetzen, als ihm lieb ist: das eigene Leben.
Köllefornia informiert:    Zum Buch: Sehr gelungen geschriebener politischer Roman. Extrem klug werden auch politische Zusammenhänge und Verstrickungen dargestellt. Alles gar nicht so frei erfunden, sondern beängstigend realistisch. Zum Autoren: Christian v. Ditfurth, geboren 1953, ist Historiker und lebt als freier Autor in Berlin. Neben Sachbüchern und Thrillern hat er Kriminalromane um den Historiker Josef Maria Stachelmann veröffentlicht. Zuletzt erschien der Thriller Heldenfabrik, der erste Fall für Kommissar de Bodt.

Donnerstag, 10. August 2017

Neuer Lesestoff bei Droemer-Knaur

Abbildungen: Droemer Knaur

Thomas Raab "Der Metzger", Droemer Verlag, 336 Seiten, 9,99 EUR, ISBN 978-3-426-30496-9    Kauzige Figuren, ein verwinkelter Plot, bissige Dialoge und jede Menge tiefschwarzer Humor. Das ist es, was Thomas Raab zu einem der beliebtesten Bestsellerautoren Österreichs gemacht hat. Und diesem anarchischen Konzept bleibt er auch in seinem neuen Krimi treu.
Dieses Mal bekommt es der Möbel-Restaurator und Hobbydetektiv Willibald Adrian Metzger mit dem Wurstkaiser Heinz Woplatek zu tun. Dessen Sohn Hansi wird nämlich statt Fleischfresser bekennender Vegetarier, und statt stolzer Wurstfabrikant Schriftsteller. Keine größere Schande könnte er seinem Vater bereiten. Als dann eines Tages in der Schlachterei unter den zerstückelten Schweinen Autorenteile auftauchen, gilt bald ein namhafter Literaturkritiker als Hauptverdächtiger und ruckzuck landet der Metzger zwecks Recherche in einer Welt, da kann selbst die Fleischerei an Grauslichkeiten nicht mithalten: in der Literaturszene.
Köllefornia informiert:    Zum Buch: Nicht ganz ernstzunehmende Mörderjagd zwischen zwei Buchdeckel. Ein herrlich erfrischendes Lesevergnügen. Zum Autoren: Thomas Raab, geboren 1970, lebt nach abgeschlossenem Mathematik- und Sportstudium als Schriftsteller, Komponist und Musiker mit seiner Familie in Wien. Zahlreiche literarische und musikalische Nominierungen und Preise, zuletzt "Buchliebling" 2011 und Leo-Perutz-Preis 2013. Die Kriminalromane rund um den Restaurator Willibald Adrian Metzger zählen zu den erfolgreichsten in Österreich. Zwei davon wurden im Sommer 2014 für die ARD-Degeto mit Robert Palfrader in der Hauptrolle verfilmt.


Saul Black "Killing Days", Knaur Verlag, 464 Seiten, 9,99 EUR, ISBN: 978-3-426-51611-9    Detective Valerie Hart reicht es. Sie will endlich mal abschalten, raus aus der Tretmühle im San Francisco Police Department. Doch aus dem unbeschwerten Wochenende wird nichts, denn eine Frauenleiche ist gefunden worden, brutal zugerichtet. Neben der Toten ein Zettel mit einer an Valerie gerichteten Nachricht: "Du weißt, wer ich bin. Darauf hast du doch gewartet."
Wenig später wird eine zweite Leiche gefunden, ebenfalls mit einer rätselhaften Botschaft. Valeries Nachforschungen führen in ein Hochsicherheitsgefängnis, in dem eine verurteilte Serienkillerin namens Katherine Glass wegen einer Serie grausamer Morde auf ihre Hinrichtung wartet. Valerie kennt die Frau – sie hat sie vor sechs Jahren gefasst. Offenbar ist der Täter ein Psychopath, der sie mit einer Mordserie freipressen will. Ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel beginnt, in dem der hochintelligente Killer alle Trümpfe in der Hand zu haben scheint.
Köllefornia informiert:    Zum Buch: Knallhartes Krimivergnügen für hartgesottene Fans dunkeler Literatur.  Zum Autoren: Saul Black ist das Pseudonym des britischen Autors Glen Duncan, geboren 1965, der bereits mehrere Romane veröffentlicht hat. Er studierte Philosophie und Literatur und lebt in London.

Beton Rouge

Abbildung: Suhrkamp

Simone Buchholz "Beton Rouge", Suhrkamp Verlag, 227 Seiten, 14,95 EUR, ISBN 978-3-518-46785-5     Ein ungewöhnlich warmer Septembermorgen auf St. Pauli. Der Regen der letzten Nacht ist noch nicht verdunstet, und vor dem Gebäude eines großen Zeitschriftenverlags steht ein Käfig, darin der Chef der Personalabteilung. Nackt, bewusstlos und offensichtlich misshandelt. Drei Tage später steht der nächste Käfig vorm Verlag, diesmal liegt der Geschäftsführer drin. Riley und ihr neuer, undurchsichtiger Kollege Stepanovic glauben zunächst an einen Racheakt der Verlagsmitarbeiter – seit Jahren werden Leute entlassen, während sich die Führungskräfte dicke Boni in die Taschen stopfen. Als dann ans Licht kommt, dass beide Opfer nicht nur ihr Status, sondern auch eine mehr als zweifelhafte Vergangenheit verbindet, verschwindet der Vorstandsvorsitzende.
Köllefornia informiert:    Zum Buch: Mitreißende Story um einen armen Irren der Hamburgs Meile verrückt macht. Ein rasant und pointenreich geschriebener Thriller. Hier werden nackte Manager in Käfige gesperrt. Ein spannender Lesestoff für verwöhnte LeserInnen. Zur Autorin: Simone Buchholz, geboren 1972 in Hanau, 1996 nach Hamburg gezogen, wegen des Wetters. Sie wurde auf der Henri-Nannen-Schule zur Journalistin ausgebildet und arbeitet seit 2001 als freie Autorin, 2008 erschien ihr erster Kriminalroman Revolverherz. Simone Buchholz wohnt mit Mann und Sohn auf St. Pauli.

Am falschen Ufer der Rhône

Abbildung: dtv

Paul Grote "Am falschen Ufer der Rhône", dtv, 400 Seiten, 12,95 EUR, ISBN 978-3-423-21691-3    Côtes-du-Rhône und Châteauneuf-du-Pape: zwei Weinbaugebiete, links und rechts der Rhône. Zwei Brüder, Winzer am jeweils anderen Ufer der Rhône. Als einer der beiden stirbt, geht man zunächst von einem Unfall aus. Aber Simone Latroye, Praktikantin auf dem Weingut des toten Winzers, hat Zweifel. Sie bittet ihren Patenonkel Martin Bongers, heute Winzer in Bordeaux, um Hilfe. Der ehemalige Frankfurter Weinhändler kommt sofort. Er weiß, wozu Ehrgeiz, Neid und Habsucht einen Menschen treiben können.
Köllefornia informiert:    Zum Buch: Und wieder einmal ein Weinkrimi erster Güte. Vollmundig erzählt von dem beliebten Weinbruder unter den Schriftstellern. Zum Autoren: Paul Grote berichtete fünfzehn Jahre lang als Reporter für Presse und Rundfunk aus Südamerika. Seit 2003 lebt er als freier Autor in Berlin. Sein Gespür für Wein, sein Wissen und seine Erfahrungen spiegeln sich in allen seinen Krimis wider.

Mittwoch, 26. Juli 2017

Zwei Krimis vom Feinsten

Abbildungen: Bastei Lübbe

Jo Spain "Tu Buße und stirb", Bastei Lübbe, 541 Seiten, ISBN 978-3-404-17553-6    An einem eiskalten Dezembermorgen wird in einem Park in Dublin die Leiche einer Nonne gefunden. Die Inszenierung des Tatorts deutet auf einen Ritualmörder hin, doch Inspector Tom Reynolds ahnt, dass das Opfer nicht zufällig ausgewählt wurde. Die Spur führt in ein einsam gelegenes Kloster. Als sich dort rätselhafte Ereignisse häufen, durchdringt ein beängstigender Verdacht das alte Gemäuer: Der Mörder befindet sich im Kloster – und was ihn antreibt, ist Rache für ein nie gesühntes Verbrechen.
Köllefornia informiert:    Zum Buch: Sehr spannend und unterhaltsam geschrieben. Was Jo Spain aus der Feder fließt hat Hand und Fuß plus einem gehörigen Schuß Grusel. Zur Autorin: 
Jo Spain arbeitet als Journalistin und Beraterin des Irischen Parlaments. Tu Buße und stirb ist ihr erster Roman, der in Irland sogleich zum Bestseller avancierte und es auf die Shortlist des renommierten Richard and Judy Bestseller Competition schaffte. Jo Spain lebt mit ihrem Ehemann und ihren vier gemeinsamen Kindern in Dublin.

Ethan Cross "Spectrum", Bastei Lübbe, 510 Seiten, 11,- EUR, ISBN 978-3-404-17555-0    Eine neue rasante Thriller-Serie von Bestsellerautor Ethan Cross, dem Autor der Shepherd-Thriller August Burke ist anders. Irgendwie seltsam, geradezu wunderlich. Doch Burke ist auch ein Genie: Er erkennt Zusammenhänge, die allen anderen verborgen bleiben. Als es in einer Bank zu einer Geiselnahme kommt, wendet das FBI sich an ihn. Denn die Täter verhalten sich extrem ungewöhnlich und verschwinden schließlich sogar unbemerkt aus dem umstellten Gebäude. Mit Burkes Hilfe entdeckt das FBI den Zugang zu einem Geheimlabor unter der Bank – das eigentliche Ziel des Überfalls. Was haben die Räuber dort gesucht? Und haben sie es gefunden? Zusammen mit Special Agent Carter folgt Burke ihrer Spur – und bekommt es mit einem Feind zu tun, der bereit ist, tausende Menschenleben zu opfern.
Köllefornia informiert:    Zum Buch: Verraten werden wir hier nichts, nur so viel. Auch dieser spannende Roman ist vom ersten bis zum letzten Buchstaben sein Geld wert. Er wird hundertprozentig ein erneuter Bestseller des beliebten Schreibers. Zum Autoren: Ethan Cross ist das Pseudonym eines amerikanischen Thriller-Autors, der mit seiner Frau, drei Kindern und zwei Shih Tzus in Illinois lebt. Nach einer Zeit als Musiker nahm Ethan Cross sich vor, die Welt fiktiver Serienkiller um ein besonderes Exemplar zu bereichern. Francis Ackerman junior bringt seitdem zahlreiche Leser um ihren Schlaf und geistert durch ihre Alpträume.

Montag, 24. Juli 2017

Die Moortochter

Abbildung: der Hörverlag

Hörbuch: Karen Dionne "Die Moortochter", der Hörverlag, 1 mp3-CD, Laufzeit: ca. 8h 40, 14,99 EUR, ISBN 978-3-8445-2710-0    Helena Pelletier lebt in Michigan auf der dünn besiedelten Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Hütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfuhr, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Zwei Jahre später wurde er gefasst und sitzt seitdem im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist. Nur Helena ist in der Lage, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen.
Köllefornia informiert:    Über das Hörbuch: Hier passiert viel zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Obacht ist geboten, um am Ball zu bleiben. Alles in allem kann man bei konzentriertem Zuhören, diesen Thriller hervorragend genießen. Über die Autorin: Karen Dionne hat in jungen Jahren mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter ein alternatives Leben in einer Hütte auf der Upper Peninsula geführt. Ihre damaligen Erfahrungen in der Wildnis hat sie nun in ihren außergewöhnlichen Psychothriller "Die Moortochter" eingebracht. Heute lebt Karen Dionne mit ihrem Mann in einem Vorort von Detroit, wo sie an ihrem nächsten Psychothriller schreibt.

Montag, 17. Juli 2017

Der Informant

Abbildung: Penguin

Chris Pavone "Der Informant", Penguin Verlag, 576 Seiten, 13,- EUR, ISBN 978-3-328-10103-1    Der amerikanische Journalist Will Rhodes reist im Auftrag eines renommierten Reisemagazins um die Welt. Doch dann wird er in Argentinien von einer Frau erpresst, die Ungeheuerliches behauptet. Sie unterbreitet ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann, und schon bald gerät er immer tiefer in ein Netz aus internationalen Intrigen und gefährlichen Geheimnissen. Auf der Suche nach der Wahrheit jagt Will um den halben Globus. Und noch ahnt er nicht, dass seine eigene Frau die größte Bedrohung für ihn darstellen könnte.
Köllefornia informiert:    Über das Buch: Eine zuerst verwirrte Geschichte, die sich aber nach und nach logisch erklärt. Wer den Autoren kennt, wird mit "Der Informant" dahin gehend belehrt, dass dieses sein absolut bestes Werk ist. Über den Autoren: Chris Pavone arbeitete viele Jahre als Lektor und lebt heute mit Familie und Hund in New York City. Bereits sein Debüt "Die Frau, die niemand kannte" erntete begeisterte Pressestimmen, wurde mit dem Edgar Award ausgezeichnet und in zwanzig Sprachen übersetzt. "Der Informant" ist sein dritter Roman.