Donnerstag, 17. September 2015

Ben Patterson in Dortmund

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Der Fluxuskünstler Ben Patterson (Jahrgang 1934) wurde in den 1960er Jahren bekannt, als er mit seinen Kollegen Yoko Ono, Wolf Vostell, Allen Kaprow, Ben Vautier u. a., die Fluxusbewegung ins Leben gerufen hatte.
 
Nun bekommt er am 18. September eine besondere Auszeichnung, den MO-Kunstpreis. Diese, mit 10.000 Euro dotierte Anerkennung seines Lebenswerkes, wird mit einer von Nicole Grothe kuratierten Ausstellung begleitet. Ab dem 19. September ist diese empfehlenswerte Schau für alle Besucher geöffnet.

 
Der MO-Kunstpreis wird jährlich durch die Freunde des Museums Ostwall e.V. (Vorstandsvorsitzender Klaus Fehlemann) vergeben. Ziel ist es, den Sammlungsbestand des Museums Ostwall im Bereich Fluxus kontinuierlich zu erweitern und zu stärken und auch zeitgenössischen Entwicklungen dieser Kunstform Rechnung zu tragen. Durch spektakuläre Ankäufe, Schenkungen und Ausstellungen ist das Museum Ostwall im Dortmunder U in den letzten Jahren zu einer bedeutenden Institution für Fluxus und verwandte Kunstformen geworden. Im Bestand des Hauses befinden sich heute ca. 1500 Werke (inkl. Dauerleihgaben), die dem Publikum – neben Werken anderer Kunstströmungen – in der einmal jährlich wechselnden Schau "Sammlung in Bewegung" präsentiert werden. Durch den MO-Kunstpreis, der jeweils mit der Erwerbung eines Kunstwerkes durch die Freunde des Museums Ostwall einher geht, wird dieser Bestand kontinuierlich ausgebaut.

Fluxus ist die experimentellste sowie avantgardistischste Kunstrichtung des 20. Jahrhunderts, sie wird vom Museum Ostwall gehegt und gepflegt. Nach Dada aus den 1920er Jahren war Fluxus deren Wiedergeburt. Neben Ben Patterson gehörte auch Dick Higgins, George Brecht und Nam June Paik zu den Begründern. Fluxus hat eine Fusion mit Musik, Happening und Aktion geschaffen. Auch John Cage war ein ständiger Begleiter der Bewegung. Die bekanntesten Fluxuskonzerte fanden in New York, Paris, Wiesbaden, Wuppertal und Kopenhagen statt.


Ein Besuch des Museums Ostwall lohnt sich immer, da der Besucher mehr über die Geschichte und deren Werke erfährt. Da Fluxus teilweise auch spielerisch daherkommt, sollte man die Ausstellungsstücke auch mit einem zwinkernden Auge wahrnehmen.


Adresse und Öffnungszeiten finden Sie auf der Webseite Museum Ostwall