Donnerstag, 19. Mai 2016

Neue Kunstbücher

Abbildungen: Scheidegger & Spiess

"Dada Afrika - Dialog mit dem Fremden", Scheidegger & Spiess, 244 Seiten, 38,- EUR, ISBN 978-3-85881-507-1    Dada Afrika erscheint anlässlich von Ausstellungen im Museum Rietberg Zürich und in der Berlinischen Galerie im Frühjahr und Sommer 2016 und untersucht erstmals die Auseinandersetzung der Dada-Bewegung mit der aussereuropäischen Kunst und Kultur. Reich illustriert erläutern Essays internationaler Autorinnen und Autoren die künstlerischen und kulturellen Zusammenhänge der Artefakte in Verbindung zu den dadaistischen Positionen aus ethnologischer und kunsthistorischer Sicht. Das Museum Rietberg beherbergt einen umfangreichen Bestand afrikanischer Kunst aus dem Nachlass Han Corays, der seine Galerie 1917 für Dada-Ausstellungen öffnete. In der Berlinischen Galerie wiederum stellen die Werke der Dadaisten seit jeher einen bedeutenden Sammlungskomplex dar.
Das Buch präsentiert Werke u.a. von Hans Arp, Hugo Ball, Johannes Baader, George Grosz, Raoul Hausmann, Erich Heckel, John Heartfield, Hannah Höch, Richard Huelsenbeck, Marcel Janco, Ernst Ludwig Kirchner, Rudolf Schlichter, Man Ray, Hans Richter, Sophie Taeuber-Arp, Tristan Tzara sowie von namentlich unbekannten Künstlern aus Afrika, Ozeanien und Asien.
Mit Beiträgen von Johannes Beltz, Jody Blake, Peter Bolz, Ralf Burmeister, Uwe Fleckner, Nanina Guyer, Christian Kaufmann, Walburga Krupp, Axel Langer, Alexis Malefakis, François Mottas, Michaela Oberhofer, Valentine Plisinier, Kathryn Smith, Hélène Thiérard, Esther Tisa Francini, Khanh Trinh, Mona de Weerdt, Michael White und Roger Van Wyk.

Esther Eppstein "Message Salon", Scheidegger & Spiess,
688 Seiten, 77,- EUR, ISBN 978-3-85881-456-2    Esther Eppstein ist als Künstlerin und Kunstvermittlerin eine zentrale Figur der Schweizer Kulturszene. Ab 1996 betrieb sie den heute legendären Kunstraum "message salon" in Zürich. Zuerst an der Ankerstrasse beheimatet, 1998/99 in einem Wohnwagen, dann am Rigiplatz und anschliessend in der Perla Mode, einem ehemaligen Kleidergeschäft an der Langstrasse, war der message salon das Zentrum eines Netzwerks von Kunstschaffenden und Kunstinteressierten. Zahlreiche heute bekannte Künstlerinnen und Künstler hatten hier ihren ersten öffentlichen Auftritt. Für Esther Eppstein ist der "message salon" eine soziale Skulptur und die 58 Fotoalben, mit denen sie Ausstellungen, Film-, Musik- und Performanceabende sowie Besucher festhielt, ihr Kunstprojekt.
Dieses Buch lässt mit einer Auswahl aus Eppsteins Alben das Leben und die Kunst im "message salon" Revue passieren. Der Text von Nadine Olonetzky basiert auf einem ausführlichen Gespräch mit Esther Eppstein und der Kunsthistorikerin Jacqueline Burckhardt. Kerim Seilers Beitrag ist eine Hommage an den "message salon" und seine Gastgeberin.