Mittwoch, 24. August 2016

Zwei coole Lesetipps aus dem Hause Diogenes

Abbildungen: Diogenes

Dennis Lehane "Ein letzter Drink", Diogenes, 268 Seiten, 16,- EUR, ISBN 978-3-257-30030-7    Patrick Kenzie und Angela Gennaro sind Freunde seit Kindertagen; heute haben sie eine gemeinsame Detektei im rauhen Viertel Dorchester in Boston. Sie sind tough und erfolgreich und würden die Welt füreinander aus den Angeln heben. Als Kenzie & Gennaro von drei hochrangigen Politikern einen Fall übertragen bekommen, scheint der schnell gelöst: Jenna, die Putzfrau von Senator Brian Paulson, soll streng vertrauliche Dokumente entwendet haben; der Senator will sie zurück. Wenig Arbeit, viel Geld. Als Jenna erschossen wird, geht es für Kenzie & Gennaro ums nackte Überleben: Jeder ist hinter den Bildern her. Die Politik, um ihre Verstrickungen in die Illegalität zu verschleiern, die Polizei, um ebendiese nachzuweisen, und auch Jennas Sohn Roland, um sich für den Mord an seiner Mutter zu rächen – die beiden Privatdetektive befinden sich mitten in einem der blutigsten Bandenkriege Bostons.
Köllefornia informiert: Dennis Lehane, irischer Abstammung, geboren 1965 in Dorchester, Massachusetts, arbeitete als therapeutischer Berater für geistig behinderte und sexuell missbrauchte Kinder, als Kellner, Limousinenchauffeur, Parkplatzwächter, in Buchläden und als Erntehelfer, bevor er Creative Writing an der Florida International University studierte. Seine erfolgreich verfilmten Bücher "Mystic River" und "Shutter Island" sind Weltbestseller. Das Prohibitions-Epos "In der Nacht", verfilmt von Ben Affleck, kommt 2017 in die Kinos. Dennis Lehane lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Los Angeles und Boston.

Leon de Winter "Geronimo", Diogenes, 448 Seiten, 24,- EUR, ISBN 978-3-257-06971-6    "Kill or capture" – so lautete der Auftrag der Männer vom Seals Team 6, wenn sie Osama bin Laden gefunden hatten. Nach ihrer spektakulären Aktion im Mai 2011 hielt die Welt den Atem an. Doch ist die Operation damals wirklich so verlaufen, wie man uns offiziell glauben macht? Leon de Winter hat eine geheime Hintergrundgeschichte dazu erfunden, die verblüffend real klingt. Darüber hinaus ist "Geronimo" die Geschichte von Apana, einem afghanischen Mädchen, das eine Passion für die "Goldberg-Variationen" von Bach entwickelt, und die Geschichte von Jabbar, einem pakistanischen Jungen, dessen kostbarster Besitz ein alter Küchenschemel ist, ein Schemel, der dem Lauf der Geschichte eine entscheidende Wendung geben könnte. Und nicht zuletzt handelt "Geronimo" von dem amerikanischen Ex-cia-Mitglied Tom Johnson, durch dessen Augen wir voller Mitgefühl auf eine gemeine, dramatische und zugleich großartige Welt blicken.
Köllefornia informiert: Leon de Winter, geboren 1954 in 's-Hertogenbosch als Sohn niederländischer Juden, begann als Teenager, nach dem Tod seines Vaters, zu schreiben. Er arbeitet seit 1976 als freier Schriftsteller und Filmemacher in Holland und den USA. Seine Romane erzielen nicht nur in den Niederlanden überwältigende Erfolge; einige wurden für Kino und Fernsehen verfilmt, so "Der Himmel von Hollywood" unter der Regie von Sönke Wortmann. Der Roman "SuperTex" wurde verfilmt von Jan Schütte. 2002 erhielt de Winter den Welt-Literaturpreis für sein Gesamtwerk, und 2006 wurde er mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet.